Wozu dient das Kostenübernahmesystem?
Mehr und mehr Menschen schließen eine Krankenhauszusatzversicherung ab. In der Praxis wird deutlich, dass bei der Aufnahme in ein Krankenhaus erhebliche Kosten entstehen können. Darüber hinaus ist es offensichtlich, dass die Patienten Jahr für Jahr mehr für eine selbe Behandlung bezahlen. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass sich die Krankenhauszusatzversicherung wie warme Semmeln verkauft.
Wegen der erheblichen Kosten, die mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden sind, ist es für den Versicherten wichtig, zu wissen, ob sein Versicherer die Krankenhausrechnung unmittelbar an das Krankenhaus bezahlt. Er vermeidet so, dass er selbst erst erhebliche Beträge auslegen muss, die ihm möglicherweise zu diesem Zeitpunkt gar nicht zur Verfügung stehen.
Dies ist für den Versicherten natürlich eine ganz wesentliche Dienstleistung, die sicher gebührend gewürdigt wird.
Das Kostenübernahmesystem umfasst in der Praxis vier Schritte.
1. Der Versicherte meldet die Krankenhausaufnahme an den Versicherer
Sobald der Versicherte weiß, dass er in ein Krankenhaus aufgenommen wird, teilt er dies seinem Versicherer mit.
Dies kann auf drei unterschiedlichen Wegen erfolgen:
- über das Internet,
- per Telefon,
- über den AssurCard-Terminal des Krankenhauses.
Auf der Grundlage der so übermittelten Informationen, beschließt der Versicherer ob er die Kosten dieser Aufnahme zugunsten seines Versicherten übernimmt. Während dieses Kontakts mit seinem Versicherer wird der Kunde automatisch über die Bestätigung oder Ablehnung seines Antrags informiert.
2. Der Versicherte gibt die AssurCard im Krankenhaus ab
Bei Abgabe der AssurCard am Empfang des Krankenhauses erhält der Versicherer eine Reihe von Informationen (Kartennummer, Aufnahmenummer und Aufnahmedatum). Er teilt dem Krankenhaus seinen Beschuss mit, ob er eine Vorschusszahlung leistet.
Zu diesem Zeitpunkt weiß das Krankenhaus, an wen es die Rechnung richten muss: an den Patienten (traditionelles System) oder an den Versicherer (Kostenübernahmesystem).
3. Papierrechnungen oder elektronische Rechnungen?
Sobald diese zwei Schritte ausgeführt sind, hat das Krankenhaus die Wahl, diese Rechnungen als Papierdokumente oder auf elektronischem Weg zu verschicken.
- Wenn eine Papier-Fakturierung erfolgen soll, schickt das Krankenhaus die traditionelle Rechnung des Patienten (mit Kartennummer und Aufnahmenummer) an den Versicherer des Patienten.
- Wenn sich das Krankenhaus aber für eine elektronische Übermittlung entscheidet, wird diese zentral über AssurCard abgewickelt.
Der Vorteil der elektronischen Verschickung:
- die Schadensabwicklung erfolgt papierlos;
- der Versicherer hat die Möglichkeit, große Mengen statistisches Material zu sammeln.
4. Bezahlung der Rechnungen
Der Versicherer bezahlt anschließend die gesamte Rechnung innerhalb von dreißig Tagen an das Krankenhaus. Die entstandenen Kosten, die von der Versicherung nicht gedeckt werden (Telefon, Befreiung, bestimmte Zuschläge für Sonderleistungen,...), werden vom Versicherer selbst gegenüber seinem Versicherungsnehmer eingefordert.
Die Vorteile des Kostenübernahmesystems
- Für den Kunden ist dieses System natürlich ein wesentlicher Service. Er muss bei der Aufnahme keinen Vorschuss bezahlen und sein Versicherer bezahlt anschließend die Krankenhausrechnung;
- Durch die elektronische Fakturierung erfolgt die Schadensabwicklung vollständig papierlos.
- Die elektronische Fakturierung bietet die Möglichkeit, statistisches Material zu sammeln, das der Versicherer bei Untersuchungen anschließend nutzen kann.
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